Dienstleistungsökonomie

Warum wir die Volkswirtschaft zur Dienstleistungsökonomie transformieren müssen

Empfehlung an Microsoft: Apple kopieren und Nokia kaufen

Apple macht Rekordgewinne, erzielt 70 Prozent der Umsätze auf dem App-Markt und präsentiert ein technologisches Ökosystem aus einem Guss. Deshalb sind Smartphone-Statistiken kritisch zu bewerten, die undifferenziert das Betriebssystem von Apple mit Google vergleichen. Hinter iOS steckt immer ein Apple-Gerät, hinter Android ein Geräte-Zoo. Und genau hier liegt die Schwäche des Android-Marktes, so die Meinung von Ralf Rottmann, CTO des App-Spezialisten grandcentrix http://www.grandcentrix.net/ in Köln: 

„Es ist ja bekannt, dass iOS-Nutzer kauffreudiger sind und für Inhalte eher Geld bezahlen wollen. Das liegt mit Sicherheit auch an der Einfachheit von iTunes und man nicht umständlich Google Wallet oder PayPal braucht. Die reine Marktanteilsdiskussion ist falsch. Es sagt nur aus, dass mehr Leute Android-Geräte haben als iPhones.”

Marktzahlen sprechen für das Apple-Ökosystem

Was wirtschaftlich am erfolgreichsten funktioniert, könnte man nicht gleichsetzen mit der am weitesten verbreiteten Technologie-Plattform. Die Fragmentierung im Android-Markt wirke sich wirtschaftlich negativ auf den Umsetzungsprozess aus. „Wenn ein Kunde heute sagt, baut mir eine Anwendung für Android und wir das von 2.2 bis 4.0.4 Unterstützen, dann wird es teurer als iOS. iOS fängt gerade auch an zu fragmentieren, aber natürlich nicht in dem Umfang. Apple hat auch eine Aufgabenstellung, die einfacher ist. Die sind nicht unbedingt schlauer, sondern durch die sehr kontrollierte Hardwaresituation hat Apple es leichter”, so Rottmann.

Die Android-Hersteller würden eigene Oberflächen, Hardwareknöpfe und sonstige Abwandlungen entwickeln. Das gehe zu Lasten der Nutzerfreundlichkeit. Beim neuen mobilen Betriebssystem von Microsoft sei die Problematik ähnlich: “Meine Prognose, Microsoft kauft Nokia und kopiert das Apple-Modell”, erklärt App-Experte Rottmann.

Apple als erfolgreicher Kopist

Bislang gibt noch kein mobiles Endgerät für das kürzlich von Microsoft vorgestellte Betriebssystem und es ist damit zu rechnen, einen ähnlichen Geräte-Wildwuchs zu erleben wie auf dem Android-Markt. Deshalb plädiert Rottmann dafür, dass Ökosystem von Apple zu kopieren:

„Apple kopiert auch von sehr erfolgreichen Modellen. Vom Design bis zu allem anderen. Niemand diktiert Microsoft, was sie in der Telfonie und im Mobile Business machen müssen. Bis sie das übertragen haben und zuerst einmal in einem Android-Modell agieren, ist es okay. Vielleicht haben sie den Mut und sagen, wir machen das nicht mehr. Wir bauen in Zukunft eigene Windows-Phones und kaufen dafür Nokia. Dann hat das eine echte Chance”, spekuliert Rottmann, der seine Thesen zur Entwicklung des App-Marktes auf der Social Commerce-Konferenz http://goo.gl/OPwcR in Amsterdam vorstellen wird.

 

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